
Schwanger? Da fängt die Prophylaxe gleich zweimal an!
Vergessen Sie jetzt Ihre Zähne nicht! Denn gerade in dieser Zeit sind sie anfälliger für Karies und Zahnfleischbluten. Lassen Sie Ihre Zähne in den ersten Schwangerschaftsmonaten von Ihrem Zahnarzt durchchecken oder, besser noch vorher, wenn Sie planen, schwanger zu werden. Gönnen Sie sich in der Schwangerschaft eine regelmäßige professionelle medizinische Zahnreinigung.
Verschiedene wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft regelmäßig prophylaktisch betreut wurden, weniger Karies bekommen. Die Vorbeugung von Karies für Ihr Ungeborenes kann schon jetzt anfangen, indem Sie Ihr individuelles Kariesrisiko durch Speicheldiagnostik bestimmen lassen.
Sollte Ihr Kariesrisiko "hoch" eingestuft werden, gibt es die Möglichkeit, durch eine antibakterielle Therapie den größten Teil der Karieserreger auszuschalten. Wenn in Ihrem Mund nur eine geringe Anzahl dieser Erreger vorhanden ist, können Sie Ihr Kind nicht mehr anstecken.
Denn Karies ist eine Infektionskrankheit.
Vermeiden Sie deshalb auch die Übertragungswege:
Lecken Sie den Löffel Ihres Kindes nicht ab, nehmen Sie den Schnuller nicht in den Mund um ihn "sauber" zu machen, lecken Sie nicht am tropfenden Eis Ihres Kindes usw.
Karies
Karies entsteht nur dann, wenn die Erreger Gelegenheit haben, die Zähne oft genug anzugreifen. Wenn Sie 100 g Schokolade essen, schadet es den Zähnen nicht, wenn Sie alles auf einmal aufessen. Verteilen Sie diese Schokolade aber in 10 kleinere Portionen von je 10 g, lassen Sie Ihre Zähne 10x von den Kariesverursachenden Bakterien angreifen. Dann wird das Gleichgewicht so zerstört, dass Karies entstehen wird.
Genau so verhält es sich mit den Getränken:
Geben Sie Ihrem Kind lieber 1 Glas Apfelsaftschorle und 3 Gläser Mineralwasser (1 Eingriff auf die Zähne) als 4x eine Apfelschorle(4 Angriffe, Karies kann entstehen). Deshalb sind Kinder, die Saft (-schorlen) oder Kindertee aus der Flasche trinken (meistens nur schlückchenweise) auch im hohen Maße kariesgefährdet.
Bitte schaffen Sie nur Glasflaschen (keine Plastikflaschen) für ihr Baby an.
Sie tun ihm keinen Gefallen, wenn Sie es daran gewöhnen, aus einer "Pulle" zu trinken. Es ist schwer, diese Angewohnheit zu ändern. Und es ist schade, wenn Karies entsteht!
Wann sollen Sie bei Ihrem Kind zum ersten Mal die Zähne putzen?
Ab dem allerersten Zahn! Warum nicht? Es ist wichtig, Ihr Kind so früh wie möglich an eine regelmäßige Mundhygiene zu gewöhnen. Auch wenn dies nicht immer so einfach ist wie es sich anhört. Achten Sie bitte darauf, eine weiche Zahnbürste mit einem kleinen Kopf zu verwenden. Gerade beim Zahnen ist die Mundschleimhaut sehr empfindlich. Üben Sie wenig Druck auf die Zahnbürste aus und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind während der „Zahnputzaktion“ gemütlich liegen kann.
Die Eltern müssen bis zum Alter von ca. 6-8 Jahren die Zähne des Kindes nachputzen. Erst wenn Ihr Kind eine gut lesbare Schreibschrift hat, ist die Feinmotorik ausreichend entwickelt. Deshalb muss auch nach dem 6. Geburtstag der Erfolg von den Eltern täglich überprüft werden.
Falls Sie die Besonderheiten rund um den Zahndurchbruch Ihres Kindes schriftlich festalten möchten, finden Sie hier einen so genannten Zahn- und Gesundheitspass zum Ausdrucken.
Den ersten Zahnarztbesuch Ihres Kindes sollten Sie im Alter von ca. 8 Monaten planen.
Mit unserer Unterstützung können Sie Ihrem Kind ein wertvolles Geschenk machen: Sie können ihm dazu verhelfen, ein angstfreier und mundgesunder Erwachsener zu werden, der mit gesunden Zähnen wunderschön lachen kann.
